Der 20 Euro-Schein


Übersicht:

Allgemeines


Der Euro rückt immer näher. Am 01.01.2002 ist es dann endlich soweit und jeder von uns kann die mit Spannung erwarteten neuen Geldscheine in der Hand halten. Der Öffentlichkeit wurden sie erstmalig am 13. Dezember 1996 auf dem EU-Gipfel in Dublin vorgestellt. Die neuen Banknoten sind das Ergebnis eines professionellen Wettbewerbs unter der Regie des Europäischen Währungsinstituts (EWI), bei der die Experten-Jury sich auf die Entwürfe des Österreichers Robert Kalina einigte. Um dennoch größtmögliche Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erreichen, folgten mehrere Umfragen, bei denen besonders Personen, die viel Umgang mit Geld besitzen (z.B. Bankkassierer und Verkäufer) im Vordergrund standen.

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Darstellung




Jeder der neuen Euro-Scheine stellt eine bestimmte Epoche der europäischen Geschichte dar. Bei dem hier behandelten 20 €-Schein handelt es sich dabei um die Epoche der "Gotik" (siehe auch ENCARTA-Auszug. Die Gotik (Goten = Barbaren), welche an sich die unabhängigste Stilepoche in der europäischen Kunstgeschichte ist, entstand in Frankreich um die Zeit des 12. Jahrhunderts und dauerte teilweise bis ins 16. Jahrhundert hinein. Der 133 x 72 mm große 20er-Schein, dem als dominierende Farbe Blau zugrunde liegt, zeigt auf der Vorderseite zwei Fenster im typischen Gotik-Stil. Eine Art Oval, nach oben hin jedoch spitz-zulaufend und somit im Gegensatz zur Romanik kein Rundbogen. Beispiele für solche unter dem Einfluss der Gotik stehenden Buntglasfensterfronten findet man beispielsweise im Magdeburger (1209) und Kölner Dom (1248), der Londoner Westminster Abbey (1245), die unten abgebildet ist. Klickt auf ein Gebäude, um dies größer zusehen ! Beachtet die Kbyte-Angaben !
Prägnant für die Architektur der Gotik sind außerdem die Spitzbögen, hohen Türme und besonders die reichen Fassadenverzierungen.

Hier ein Beispiel aus der Nähe: Der Kölner Dom
Kölner Dom
Auch die Notre Dame in Paris gehört zur Epoche der Gotik
Notre Dame
Die Kathedrale von Orvieto / Italien
Orvieto / Italien
Die Londoner Westminster Abbey
Westminster Abbey


Generell sind auf allen Euro-Scheinen auf der Vorderseite Türen, Tore und Fenster abgebildet, die als Symbole für Offenheit und Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Union stehen sollen. Es wurde mit Absicht darauf verzichtet irgendwelche bestimmte Denkmäler zu integrieren, die nur zu nationalen Eifersüchteleien hätten verleiten können. So beschränkte man sich auf Stilelemente, die europaweit vorzufinden sind. Die Rückseite der Scheine zeigt jeweils eine Brücke aus einer bestimmten Stilepoche (hier wieder Gotik mit den Spitzbögen) - Sinnbild für die Verbindung zwischen den Völkern Europas und zwischen Europa und der übrigen Welt. Diese Brücken können zudem bildhaft als Verbindung von der Vergangenheit in die Zukunft angesehen werden. Es wird ein Aufbruch in das neue, vereinigte Europa mit seinem gemeinsamen Kulturerbe symbolisiert.

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Fälschungssicherheit

Um die Fälschungssicherheit der Euro-Banknoten zu gewährleisten wurden modernste Sicherheitstechniken für Banknoten angewandt, so z.B. fluoreszierende Fasern, ein Wasserzeichen, ein Sicherheitsfaden, Druckbesonderheiten, spezielle Materialien und maschinenlesbare Merkmale. Insbesondere auch auf die Lesbarkeit für blinde Bürger wurde durch zusätzliche technische Merkmale Acht gegeben.

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Autor: Tarak Jallouli
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Quellen:
Microsoft Encarta
Homepage der WestLB
Div. Sonderhefte zur Euroeinführung
Kölner-Stadt-Anzeiger